Erik Sigerud

Schwedischer Maler

Schwedischer Maler, geboren 1977, Borlänge, Schweden

Erik Sigerud ist ein schwedischer Maler. Er lebt und arbeitet in Stockholm, Schweden. Sein Gemälde repräsentiert Menschen und Orte. Diese symbolisieren für ihn die politischen Trends der heutigen Gesellschaft.

Überlagerte Gemälde

Sigerud mischt Figuration mit einem nicht figurativen Gemälde in mehreren Schichten. Sein Gemälde zeigt Orte, Menschen und abstrakte Fragmente in dystopischen Szenen. Sie repräsentieren die Kultur, in der der Künstler lebt. Sowie der normative Mann in dieser Kultur. Mit seinem Gemälde untersucht Sigerud, wie Kultur und Menschen sich gegenseitig erschaffen. Er verbindet soziale Interaktionen mit Welttrends. Und auch die Beziehung zwischen Politik und persönlichen Gefühlen.

Der Prozess

Sigerud findet visuelle Inspiration von anderen Gemälden. Auf konzeptioneller Ebene lässt er sich von Definitionen der Politik inspirieren. Zum Beispiel die Frage, wer ein Bild kontrolliert oder wie Wahrnehmung Realität schafft. Sigerud verwendet häufig Bilder aus seinen Skizzenbüchern, 3D-Modellen und Familienfotoalben. Er findet auch Bilder in den Medien und im Internet.

Durch das Stapeln von Schichten in verschiedenen Stilen malt Sigerud eine visuelle und mentale Unsicherheit. Es ist eine befreiende Unsicherheit, die Sigerud sucht. Eine Unsicherheit, die den Geist zum Arbeiten bringt. Um jedes Bild so weit wie möglich voranzutreiben, plant Sigerud sein Bild in Photoshop. Während der eigentlichen Ausführung des Gemäldes übernimmt jedoch der Prozess. Die endgültige Komposition besteht aus geliehenen Bildern, Skizzenbuchvisionen und prozessbasierten Bildern.

Über seine Arbeit

Erik Sigerud arbeitet vor allem mit Malerei. Das Medium ist auch das wichtigste Thema seiner Arbeit. Sigerud malt, um zu Diskussionen über Kunst und Malerei beizutragen. Sein kreativer Antrieb beruht auf der Notwendigkeit, die Existenz greifbar zu machen. Frustriert, dass es keine gemeinsamen Erfahrungen gibt, malt er Risse. Risse zwischen kollektiven Geschichten und einem subjektiven Verständnis von Ereignissen. Sigerud glaubt, dass wir mentale Bilder schaffen, um uns selbst zu verstehen und die Welt um uns herum zu verwalten. Bilder, die wir neu erstellen, wenn wir neue Orte, neue Geschichten und neue Menschen kennenlernen. Seine Bilder sind wortlose mentale Bilder. Diese befassen sich unter anderem mit seiner Angst vor Faschismus und Klimawandel. Sigerud fragt, welche Emotionen zu mentalen und kollektiven Bildern und politischen Veränderungen beitragen. Er fragt sich auch, wie sich mentale und kollektive Bilder gegenseitig erschaffen.

Schwedischer Maler mit einem MFA von Beaux-Arts

Erik Sigerud ist ein schwedischer Maler, studierte jedoch Kunst in Paris und Berlin. 2004 machte er seinen Master in Bildender Kunst an der Beaux-Arts in Paris. 2003 verbrachte er sechs Monate an der Universität der Künste in Berlin. Er hat unter anderem Kunst und Philosophie an der Royal Academy of Arts in Stockholm studiert. Er hat viele Einzel- und Gruppenausstellungen gemacht und sowohl in Schweden als auch im Ausland ausgestellt. Im Laufe der Jahre hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Seine Bilder sind Teil einer ständigen Sammlung im Uppsala Konstmuseum.